Hintergrundwissen "Köhler-Effekt"

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Der "Köhler-Effekt" beschreibt auftretender Motivationsgewinn im Zusammenhang von Gruppen, der von der relativen Leistungsstärke der individuellen Gruppenmitglieder abhängt.


Bei Gruppen, in denen die Mitglieder unterschiedlich leistungsstark sind, kann es zum Köhler-Effekt und zur sozialen Kompensation kommen. Der Effekt besagt, dass sich schwächere Gruppenmitglieder in einer Gruppe mehr anstrengen, als sie es individuell täten. Woran liegt das?

Erklärt wird der Köhler-Effekt durch eine vermehrte Anstrengung der einzelnen Gruppenmitglieder. Die einzelnen Gruppenmitglieder wollen vermeiden, für eine schwächere Gruppenleistung zur Verantwortung gezogen zu werden. Ursächlich ist zumeist die Angst des Einzelnen vor einer Bewertung: Insbesondere schwächere Gruppenmitglieder sind bestrebt, eben nicht als ursächlich für eine schlechte Teamleistung entlarvt zu werden und strengen sich daher mehr an.


Jetzt könnte man theoretisch sagen, dass die stärkeren Teammitglieder weniger Angst vor einer Bewertung haben und sich daher weniger anstrengen. Grundsätzlich trifft dies zu. Im o.g. Kontext schaffen aber auch die stärkeren Teammitglieder eine höhere Leistung als üblich. Warum?


Dies liegt an der sozialen Kompensation: Dies ist ein Motivationsgewinn in Gruppen, der dann auftritt, wenn stärkere Gruppenmitglieder ihre Anstrengungen erhöhen, um dadurch eine nicht optimale Leistung schwächerer Mitglieder auszugleichen.


Zusätzlich interessant ist, dass sdurch diese Effekte der Zusammenhalt einer Gruppe gestärkt wird. Dies liegt daran, dass gemeinsam versucht wird, das volle Gruppenpotenzial auszuschöpfen.

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